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Rettungssanitäter mit einem Protestbrief an Premierministerin Szydło Wyróżniony

Am Montag, dem 9. Januar traf sich im Staatskanzlei die Delegation von 16 Arbeitern der Privatfirma FALCK Medycyna mit Premierministerin Beata Szydło um einen Protestbrief, unterschrieben von allen Mitarbeitern der Firma, der Regierungschefin zu überreichen. In diesem Schreiben, äußern die protestierenden Privatrettungssanitäter Kritik gegen den Gesetzentwurf zum Rettungsdienst, der im Gesundheitsministerium derzeit bearbeitet wird. Die Mitarbeiter der Firma FALCK Medycyna erklärten, das neue Gesetz werde eine große Auswirkung auf den ganzen Sektor des Privatrettungsdienstes ausüben und führe zum Ausschluss von privaten Unternehmen aus dem Gesundheitsmarkt.

Der stellvertretende Gesundheitsminister Marek Tombarkiewicz rechtfertigte die Beschlüsse des Ministeriums und versicherte, dass ein vollständig öffentliches System der medizinischen Notfallversorgung besser als ein privates System sei. Die Protestierenden betonten hingegen, es gebe keine Angaben bzw. Analysen, die solche Feststellung belegen.

- Wir sind Polen und wir wollen in unserer Firma, die ein polnisches Unternehmen FALCK Medycyna ist, arbeiten. Wir sind mit diesem Unternehmen verbunden – mit diesem professionellem Team, mit unseren Kolleginnen und Kollegen. Uns verbindet gemeinsame jahrelange Arbeit, Leidenschaft und die Aufgabe, dem Patienten Hilfe zu leisten – indem wir Gesundheit und Leben der Patienten retten – sagte der Protestführer und Rettungssanitäter bei FALCK Medycyna, Wojciech Diadia. „Es lohnt sich zu fragen: warum sollen wir ein System komplett verändern, das gut funktioniert? Wozu sollte man uns der Arbeit berauben, was bringt das?“ - fügte Diadia hinzu.

Die protestierenden Rettungssanitäter stützten ihre Kritik auf der Auswertungen des neuen Gesetzes durch das Finanzministerium, das Auswärtige Amt, das Gesetzgebungsamt und viele andere medizinische Institute und Organisationen. Nach den neuen Gesetzen sollten die Angebotswettbewerbe abgeschafft werden. Ausschaltung des Wettbewerbs zwischen den Körperschaften des öffentlichen Rechts (die im Besitz von 94% des Marktes sind) und Körperschaften des privaten Rechts (ca. 6%) führe jedoch zur Verschlechterung der allgemeinen Lage der Gesundheitsmarkt als auch der medizinischen Leistungen, so die privaten Rettungssanitäter. Darüber hinaus, sei die Ausschaltung des Wettbewerbs nicht mit den rechtlichen Vorschriften über die Vergabe öffentlicher Aufträge zu vereinbaren, sowohl im polnischem, als auch im europäischem Recht, versicherten die Protestteilnehmer.

 

FALCK Medycyna ist das größte polnische Unternehmen im Sektor des Privatrettungsdienstes (mit dänischem Kapital) und wurde 1993 gegründet. Die Firma beschäftigt derzeit 3500 polnischen Arbeiter, ist tätig in 66 Orten in Polen und verfügt über ca. 200 Krankenwagen. Das Unternehmen funktionierte bis jetzt im Rahmen des staatlichen Systems – deshalb wird es mit 90 Mln PLN pro Jahr gefördert. Die staatliche Mittel werden gänzlich für Rettung des Lebens benutzt. Dank der modernen Verwaltungsstandards verfügt das Unternehmen über gut ausgestattete Krankenwagen und trainiert die Mitarbeiter um Qualität der Leistungen ständig zu verbessern.